🔒
Es gibt neue verfügbare Artikel. Klicken Sie, um die Seite zu aktualisieren.
Ältere BeiträgeHaupt-Feeds

Linux App Release Roundup (September 2025)

04. Oktober 2025 um 05:00

Linux App Release Roundup with a penguin logo and various app icons on an orange background.Check in for a recap of Linux app releases in September 2025, including updates to gThumb, Apostrophe, Rio Term, MPD Client Euphonica and more!

You're reading Linux App Release Roundup (September 2025), a blog post from OMG! Ubuntu. Do not reproduce elsewhere without permission.

Apostrophe 3.3: Mein liebster Markdown-Editor wird runder

11. September 2025 um 11:25

Wenn ich Texte für linuxundich.de oder andere Publikationen schreibe, Notizen vorbereite oder Dokumentationen entwerfe, landet das meiste davon in Apostrophe. Der Markdown-Editor begleitet mich seit Jahren, weil er sich angenehm in GNOME einfügt, klar aufgeräumt ist und den Fokus aufs Schreiben legt. Nun ist Version 3.3 erschienen – und man spürt deutlich, wie sehr kleine Verbesserungen im Alltag den Unterschied machen können.

Endlich Platz: Der neue Narrow Mode

Eine der größten Neuerungen ist der Narrow Mode. Bislang hatte ich Apostrophe oft im Vollbild oder auf einem großen Fenster laufen müssen, weil die Kombination aus Editor und Vorschau sonst zu eng wurde. Wer Apostrophe auf eine Bildschirmhälfte schieben wollte, musste in der Regel die Vorschau einklappen. Das Fenster ließ sich nicht beliebig zusammenschieben.

Mit Apostrophe 3.3 ist das nun vorbei: Das Layout passt sich jetzt so an, dass auch auf halber Monitorbreite alles sichtbar bleibt. Damit eignet sich Apostrophe auch besser für kleinere Bildschirme oder mobile Geräte. Für meinen Workflow heißt das: Rechts kann ich schreiben und die Vorschau des Artikels sehen, links läuft ein Browserfenster zum Recherchieren – und beides bleibt komfortabel nutzbar.

Der komplette GNOME-Desktop. Links auf einer Hälfte Firefox mit der Gitlab-Seite von Apostrophe. Rechts Apostrophe 3.3 mit neuem Narrow Mode, sodass Text und Vorschau nebeneinander passen.
Apostrophe 3.3 mit Narrow Mode: Editor und Vorschau passen nun auf eine halbe Bildschirmbreite, sodass daneben noch Platz für ein Browserfenster bleibt.

Scroll-Sync, der wirklich funktioniert

Ein weiterer Punkt, über den ich mich lange geärgert habe, war die ungenaue Synchronisierung zwischen Editor und Vorschau. Oft zeigte mir Apostrophe nicht die Stelle, an der ich gerade gearbeitet habe. Oder noch unangenehmer: Die Vorschau sprang während des Tippens unvorhersehbar hin und her.

Ein Screenshot zeigt die Einstellungen der App 'Apostrophe'. Die Optionen 'Rechtschreibung prüfen', 'Titelleiste ausblenden' und 'Eingabefeld' sind sichtbar, mit Schaltern zum Aktivieren oder Deaktivieren.
Ich arbeite meist mit Multimarkdown, das Erweiterungen wie Inhaltsverzeichnisse (TOC) oder mehr Funktionen bei Tabellen bietet und damit über die klassischen Markdown-Funktionen hinausgeht

Das ist besonders nervig, wenn man Absätze umstellt oder längere Markdown-Dokumente durchgeht. Mit Apostrophe 3.3 funktioniert der Scroll-Sync endlich zuverlässig(er). Die Vorschau zeigt immer die Stelle gerendert an, an der man gerade arbeitet. Nichtsdestotrotz ist die Vorschau noch eine kleine Baustelle: Während des Tippens wandert die Anzeige manchmal nach unten.

Scroll-Sync in Aktion: Apostrophe 3.3 zeigt die passende Vorschau zu Links, Bildern und Textpassagen an, während man im Editor arbeitet.

Code und Codeblöcke im Editor

Ein großer Pluspunkt von Markdown ist, dass sich Codezeilen und -blöcke nahtlos in den Text einfügen lassen, ohne dass ich mit Dialogen oder Menüleisten hantieren muss. Inline-Code kommt zwischen zwei Backticks wie in `kommando`. Kommandos mitsamt deren Ausgaben landen in Codeblöcken, die man etwas mit vier Leerzeichen oder drei Backticks einleitet.

Im Editor selbst war die farbliche Hervorhebung bisher jedoch fehleranfällig – einzelne Blöcke wurden falsch markiert oder verloren ihr Highlighting. Mit Version 3.3 haben die Entwickler diese Probleme behoben. Das Syntax Highlighting funktioniert jetzt wesentlich zuverlässiger, was das Arbeiten mit technischen Texten deutlich angenehmer macht.

Zwei Spalten mit Text und Codebeispielen in Apostrophe 3.3. Links eine Beschreibung mit Überschrift 'Scroll-Sync, der wirklich funktioniert' und Code in grauer Box. Rechts weitere Informationen und Verbesserungen.
Verbessertes Syntax-Highlighting: Apostrophe 3.3 markiert Codeblöcke konsistent und zuverlässig, sodass auch komplexere technische Texte klar strukturiert und besser lesbar sind.

Weitere Verbesserungen

Neben diesen persönlichen Highlights bringt Apostrophe 3.3 viele weitere Neuerungen mit:

  • Automatische Wiederherstellung: Abstürze oder ungespeicherte Änderungen sind weniger schlimm, da Apostrophe jetzt Crash-Recovery und Autosave beherrscht.
  • Inline-Previews: Mit Strg + Klick oder über das Kontextmenü lassen sich Bilder, Formeln oder Weblinks direkt in einem Popover betrachten.
  • Rechtschreibprüfung: Unterschiedliche Sprachen können nun in verschiedenen Fenstern genutzt werden, außerdem merkt sich Apostrophe die gewählte Sprache pro Dokument.
  • Fensterzustand merken: Größe und Vollbildmodus bleiben über Neustarts hinweg erhalten.
  • Fehlerbehebungen: Unter anderem sind Probleme beim Umgang mit Codeblöcken, beim „Speichern unter“-Dialog und beim Copy-Paste-Verhalten beseitigt.
Apostrophe 3.3 mit Splitscreen und Vorschau eines Links: Mein liebster Markdown-Editor wird runder'. Links eine Vorschau des Editors, rechts eine Liste von Funktionen.
Inline-Vorschau für Links: Mit Strg + Klick öffnet sich die Zielseite direkt im Popover, sodass ihr die Inhalte sofort prüfen und sogar interaktiv nutzen könnt.

Installation via Flatpak

Die wenigsten Distributionen werden Apostrophe sofort in der neuen Version in ihren Repositories haben. Ich würde daher nicht lange fackeln und das Programm via Flatpak installieren. Das spült zwar einige Daten auf die Festplatte, aber so arbeitet ihr immer mit der aktuellen Version – und bei heutigen Massenspeichergrößen sind ein paar MByte mehr gut zu verkraften.

Für mich fühlt sich Apostrophe 3.3 wie ein rundes, reiferes Programm an. Es sind keine spektakulären Features, die die Nutzung verändern, sondern viele kleine Details, die zusammengenommen den Alltag angenehmer machen. Wer auf Linux nach einem Markdown-Editor sucht, der schlicht funktioniert, sich nahtlos ins System einfügt und sich konsequent weiterentwickelt, sollte Apostrophe unbedingt ausprobieren.

Kate als Markdown-Editor mit Live-Vorschau

18. Oktober 2024 um 15:15

Über die Jahre hinweg habe ich Markdown immer mehr Kennen und Lieben gelernt. Im Handumdrehen lassen sich Dokumente schreiben und dann mit verschiedenen Tools wie Pandoc oder MultiMarkdown in alle möglichen Formate umwandeln. Klar kann man mit jedem beliebigen Editor an Markdown-Dateien arbeiten, ist ja alles nur Text, doch eine Live-Vorschau ist beispielsweise schon recht nett. So sieht man sofort, wo etwas mal klemmt und hat in meinen Augen auch eine bessere Übersicht.

Unter Gnome bin ich mit Apostrophe sehr happy. Das Programm setzt auf die aktuellen Gnome-Toolkits auf. Passt sich super in den Desktop ein und wird derzeit auch aktiv weiterentwickelt. Die überarbeitete Version 3.2 wurde erst vor ein paar Wochen veröffentlicht. Einzig unter KDE war ich mit den gebotenen Tools nicht sonderlich happy. So stürzt hier bei mir zum Beispiel der Ghostwriter kommentarlos mit einem Speicherfehler ab, sobald ich auch nur einen Buchstaben schreibe. Klar, nun verbietet mir niemand unter KDE auch Apostrophe zu nutzen, aber wenn KDE, dann richtig.

Live-Vorschau für Markdown in Kate aktivieren

Eine kurze Recherche nach aktuellen und modernen Alternativen zu Ghostwriter ergab nichts. Aber warum lange suchen, wenn KDE selbst mit Kate schon einen sehr leistungsfähigen Editor mitbringt. In der Standardinstallation bietet Kate die gewünschte Funktion nicht, allerdings lässt sie sich nachinstallieren. Wie bei KDE leider üblich, stolpert man nicht automatisch über die Funktion. Im ersten Schritt braucht ihr mit markdownpart aka dem Markdown-Betrachter-KPart das entsprechende Modul für Kpart, der Editor-Komponente des KDE-Desktops. Das Modul lässt sich unter gängigen Linux-Distributionen aus der Paketverwaltung installieren.

### Arch Linux oder Manjaro:
$ sudo pacman -S markdownpart
### Debian, Ubuntu und Co.:
$ sudo apt install markdownpart

Anschließend startet ihr Kate und aktiviert unter Einstellungen | Kate einrichten | Module die Dokumentenvorschau. Danach öffnet ihr aus dem Anwendungsmenü die Systemeinstellungen für den kompletten Desktop. Hier müsst ihr euch jetzt durch den Konfigurationsdschungel hangeln: Standard-Anwendungen | Dateizuordnungen | Bekannte Typen: text/markdown | Einbetten. Dort klickt ihr dann auf Hinzufügen und wählt Markdown-Komponente (markdownpart) aus. Ein Klick auf OK aktiviert das Modul. Letztendlich schiebt ihr es in der Liste noch ganz nach oben.

In den Einstellungen von Kate muss die Dokumentenvorschau aktiviert werden.
In den Einstellungen von Kate muss die Dokumentenvorschau aktiviert werden.
In den Systemeinstellungen von KDE aktiviert ihr die Markdown-Komponente..
In den Systemeinstellungen von KDE aktiviert ihr die Markdown-Komponente..

Damit ist die Konfiguration erledigt. Startet Kate einmal neu und erstellt einen Markdown-Text beziehungsweise öffnet gleich eine Markdown-Datei. Rechts am Rand von KDE findet ihr jetzt eine zusätzliche Icon-Leiste mit einem Dokument- und Lupensymbol. Klickt ihr dort darauf, aktiviert ihr die Vorschau. Damit Kate die Vorschau beim Tippen automatisch aktualisiert, müsst ihr im wirklich aller aller aller letzten Schritt noch auf den Play-Button tippen.

Letztendlich aktiviert ihr in KDE die Vorschau. Über den Play-Button aktualisiert sich die Vorschau automatisch.
Letztendlich aktiviert ihr in KDE die Vorschau. Über den Play-Button aktualisiert sich die Vorschau automatisch.

mdBook – pragmatisch Bücher in Markdown erstellen

29. Januar 2022 um 06:28
Es gibt viele Tools zum Erstellen von Dokumentationen oder Tutorials. Mit mBook lassen sich auf der Kommandozeile daraus Bücher in Markdown erstellen.

Quelle

  • Es gibt keine weiteren Artikel
❌