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✇Linux und Ich

WireGuard-VPN zwischen Fritzbox und Linux einrichten

Von: Christoph Langner

Jetzt, da ja eine neue Fritzbox 5690 Pro in meinem Flur steht, kann ich endlich mal das (gar nicht so) neue WireGuard-VPN der Fritzbox ausprobieren. Ganz neu ist das VPN Protokoll für mich nicht, schließlich kann man es problemlos mit wg-easy und ähnlichen Tools aufsetzen. Trotzdem finde ich es praktisch, wenn so eine Funktion direkt im Router integriert ist und nicht auf einem separaten Server laufen muss.

So bleibt der Zugriff auf das eigene Netzwerk auch dann möglich, wenn der Server eines Tages mal nicht so funktioniert, wie er soll. Wenn mit der Box generell etwas nicht stimmt und die Internetverbindung komplett wegbricht, ist in der Regel ohnehin alles verloren. Zudem sind Portweiterleitungen in diesem Fall ebenso wenig notwendig wie ein zusätzlicher DynDNS-Dienst, das übernimmt AVM mit seinem MyFritz-Service.

WireGuard auf der Fritzbox einrichten

Einrichten lässt sich das Ganze in der Fritzbox unter Internet » Freigaben im Reiter VPN (WireGuard). Dort wählt man Verbindung hinzufügen und anschließend Einzelgerät verbinden. Den Namen der Verbindung könnt ihr frei wählen, üblicherweise nutzt man hier den Namen des Client-Rechners oder der Person, die das VPN nutzen wird. Zum Schluss muss das Anlegen der Verbindung noch bestätigt werden, etwa per Telefon, Tastendruck oder über die Fritz-App.

Anschließend zeigt euch die Fritzbox eine Seite mit einem QR Code. Den könnt ihr zum Beispiel mit dem Smartphone scannen, um die Verbindung direkt in die offizielle WireGuard App für Android zu übernehmen. Alternativ geht auch die Open-Source-App WG Tunnel, die deutlich mehr Funktionen bietet wie der „offizielle“ WireGuard-Client für Android. Ich persönlich nutze WG Tunnel, das ich über F-Droid installiert habe.

WireGuard Konfiguration in NetworkManager

Für Linux (und generell Desktop-PCs) bietet die Fritzbox die Möglichkeit, die Konfiguration herunterzuladen. Klickt auf den Button und speichert die Datei lokal auf der Festplatte ab. Die Datei wird standardmäßig als wg_config.conf im Ordner Downloads gespeichert. Der Name ist nicht ganz unwichtig, da einige WireGuard-Clients diesen Namen automatisch zur Benennung der Schnittstelle heranziehen.

Die Fritzbox erzeugt die Konfiguration automatisch. Ihr müsst sie nur noch herunterladen oder den QR-Code nutzen. Danach lässt sich das VPN sofort einsetzen.
Die Fritzbox erzeugt die Konfiguration automatisch. Ihr müsst sie nur noch herunterladen oder den QR-Code nutzen. Danach lässt sich das VPN sofort einsetzen.
Wählt die Option Einzelgerät, um eine Verbindung zwischen einem mobilen Gerät oder Laptop und eurem Heimnetzwerk aufzubauen. Für Site to Site braucht es andere Einstellungen.
Wählt die Option Einzelgerät, um eine Verbindung zwischen einem mobilen Gerät oder Laptop und eurem Heimnetzwerk aufzubauen. Für Site-to-Site braucht es andere Einstellungen.
Der QR Code ist ideal für Smartphones. Unter Linux arbeitet ihr jedoch meist komfortabler mit der exportierten Konfigurationsdatei, die sich leicht in NetworkManager importieren lässt.
Der QR Code ist ideal für Smartphones. Unter Linux arbeitet ihr jedoch meist komfortabler mit der exportierten Konfigurationsdatei, die sich leicht in NetworkManager importieren lässt.

Den Import erledigt ihr direkt über den NetworkManager am Desktop oder per Kommandozeile. Unter GNOME geht ihr in die Einstellungen, dann Netzwerk, dort klickt ihr auf das Plus Symbol und wählt Aus Datei importieren …. Danach die wg_config.conf Datei auswählen und importieren. Den Namen der Verbindung könnt ihr dann in den Einstellungen beliebig anpassen, ich empfehle aber den Schnittstellennamen auf wg0 zu setzen.

$ nmcli connection import type wireguard file ~/Downloads/wg_config.conf
Verbindung »wg_config« (39724859-b102-4446-bdb2-1ec60f501360) erfolgreich hinzugefügt.

Das war es schon. Ihr könnt das VPN jetzt direkt über die Quick Settings in GNOME aktivieren. Auch andere Desktopumgebungen wie KDE bieten passende Möglichkeiten. Wenn ihr prüfen möchtet, ob die Verbindung steht, installiert unter GNOME die Erweiterung IP Finder. Sie zeigt euch die öffentliche IP-Adresse mitsamt Länderflagge. Sobald dort die Flagge eures Wohnorts erscheint statt eures aktuellen Aufenthaltsorts (bspw. im Urlaub im Ausland), steht das VPN.

Die GNOME Oberfläche erlaubt den Import von VPN Konfigurationen mit wenigen Klicks. Damit ist der Tunnel in Sekundenschnelle einsatzbereit und ohne Terminal nutzbar.
Die GNOME-Oberfläche erlaubt den Import von VPN-Konfigurationen mit wenigen Klicks. Damit ist der Tunnel in Sekundenschnelle einsatzbereit und ohne Terminal nutzbar.
Nach dem Import lässt sich der Name der Verbindung noch anpassen. Auch das Interface lässt sich umbenennen, zum Beispiel auf das klassische wg0.]
Nach dem Import lässt sich der Name der Verbindung noch anpassen. Auch das Interface lässt sich umbenennen, zum Beispiel auf das klassische wg0.]
Ist die Konfiguration einmal importiert, könnt ihr die VPN-Verbindung jederzeit über die Schnellzugriffe aktivieren. So bleibt euer System stets mit dem Heimnetz verbunden.
Ist die Konfiguration einmal importiert, könnt ihr die VPN-Verbindung jederzeit über die Schnellzugriffe aktivieren. So bleibt euer System stets mit dem Heimnetz verbunden.
✇Bitblokes

Surfshark VPN für Linux – ab sofort mit GUI (grafischer Client)

Von: jdo

Ich hatte vor relativ langer Zeit bei Surfshark angefragt, ob ein neuer Client für Linux in Entwicklung ist und bekam als Antwort, dass das Unternehmen 2021 einen veröffentlichen will. Etwas verspätet hat das Unternehmen sein Versprechen aber gehalten und ab sofort gibt es ein Linux-GUI für Surfshark VPN. Damit ist Surfshark einer der wenigen Provider, der einen grafischen Client für Linux anbietet. Allerdings gibt es Einschränkungen. GUI ist derzeit nur für Ubuntu verfügbar Das Linux-GUI von Surfshark VPN können derzeit […]

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