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Danke: Über eine Million Euro für unabhängigen Journalismus und digitale Freiheitsrechte!

04. Januar 2022 um 14:25
Das Wort "Danke" in verschiedenen Sprachen auf einer Schreibmaschine geschrieben
Einfach nur: Danke! Gemeinfrei-ähnlich freigegeben durch unsplash.com Wilhelm Gunkel

Liebe Leser:innen,

das Jahr 2021 liegt hinter uns und wir wollen uns ganz herzlich bei Euch und Ihnen bedanken. Doch mit einem einfachen Dank ist es an dieser Stelle nicht getan. Ein riesiges Dankeschön muss es sein! Denn: Wir haben unser Spendenziel für das zurückliegende Jahr erreicht und mehr als eine Million Euro gesammelt.

Als wir Mitte November mit unserer Spendenkampagne begonnen haben, war unser Ziel von einer Million Euro noch sehr weit entfernt. Über 400.000 Euro fehlten, mehr als ein Drittel unserer jährlichen Spenden sollte in sechs Wochen zusammenkommen. Trotz der Erfahrung aus den vorigen Jahren, dass immer ein großer Teil der Spenden am Jahresende bei uns eingeht, blieben diese letzten Wochen ungewiss.

1.013.529 Euro!

Mit unserer Kampagne #1MillionForDigitalRights wollten wir deshalb möglichst vielen Menschen erzählen, wofür netzpolitik.org steht und weswegen es sich lohnt, das Projekt zu unterstützen. Wir haben Videos von Team-Mitgliedern gedreht, die über ihren Kampf für digitale Grund- und Freiheitsrechte sprechen. Wir haben Spendenaufrufe von Unterstützer:innen wie der Ex-Justizministerin und Bürgerrechtlerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, dem Schriftsteller Tom Hillenbrand, der Netzaktivistin Katharina Nocun oder den YouTubern RobinBubble und Ultralativ geteilt.

Wir haben Bilder von Timo Wuerz versteigert. Wir haben viele von euch mit einem Spendenbanner auf unserer Seite genervt. Und wir haben mit dem weitergemacht, was wir am besten können: Wir haben kritisch recherchiert und Artikel geschrieben.

Mit Erfolg: Am 30. Dezember haben wir unser Ziel erreicht. Über das gesamte Jahr 2021 sind 1.013.529 Euro zusammengekommen. Allein im Dezember haben uns 7.685 einzelne Menschen gespendet und das alles möglich gemacht. Für diese Unterstützung sind wir unfassbar dankbar und verstehen sie als Auftrag für das nächste Jahr.

Unser Dank ist ein Versprechen

Das Wort Danke bedeutet: sich an etwas erinnern, etwas in Gedanken behalten. Ein Dank ist schnell ausgesprochen, doch zu selten ruft man sich ins Gedächtnis, wofür man dankbar ist. Das soll uns nicht passieren. Unser Dank an euch ist auch ein Versprechen:

Dass wir uns weiter unermüdlich für Grund- und Freiheitsrechte einsetzen. Dass wir weiter Themen recherchieren, für die es keine Werbegelder und manchmal nicht massenweise Klicks gibt – und die dennoch wichtig sind. Dass wir weiter in Bereiche reingehen, die Widerstände hervorrufen. Dass wir niemals Geld mit euren Daten verdienen. Dass wir uns für diejenigen einsetzen, die keine große Lobby haben.

Im neuen Jahr ist viel zu tun: Die Ampel-Regierung nimmt ihre Arbeit auf. Welches ihrer Ziele geht sie als Erstes an? Was wird sich dadurch für uns Bürger:innen und Nutzer:innen verändern? Wird es wirklich ein Ende des Grundrechtsabbaus im Netz geben? Und wie wird sich die Ampel auf europäischer Ebene einbringen, wo derzeit über schwergewichtige Gesetze für die digitale Welt diskutiert wird? Welche Positionen werden sich schließlich durchsetzen? Daneben gibt es jede Menge unterberichteter Themen.

Wir können uns, dank euch, gut und ohne große Sorgen in die Arbeit im Jahr 2022 stürzen. Und das werden wir tun. Und wenn es mal schwerfällt, denken wir daran: Wir haben die besten Unterstützer:innen, die wir uns vorstellen können!


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Kommentarlesung 2021: „Die Dümmsten grölen am lautesten“

23. Dezember 2021 um 16:02
Blonde Frau auf Ohrensessel an Kamin
Manche Kommentare kann man nur mit geeigneten Flüssigkeiten am Kamin verdauen.

Traditionen soll man pflegen. Jahrelang war eines der Highlights auf unserer Konferenz „Das ist Netzpolitik“ die Lesung der schlimmsten und lustigsten Kommentare. Als die Konferenz 2020 coronabedingt ausfallen musste, haben wir die Lesung kurzerhand ins Netz verlegt. Auch 2021 gab es keine Konferenz, dafür gibt es jetzt wieder eine Lesung am virtuellen Kamin.


Liebe Leser:innen, wir brauchen eure Unterstützung! Das Jahr ist fast vorbei und wir sind noch weit davon entfernt, unser Spendenziel für 2021 zu erreichen. Bitte helft hier mit einer Spende, unseren unabhängigen und kritischen Journalismus zu finanzieren!


Auch in diesem Jahr konnten wir Constanze Kurz dafür gewinnen, ein paar der schlimmsten Kommentare zum Besten zu geben. Die Lesung ist unsere Form, mit der Masse an beleidigenden, verschwörungsfreundlichen oder einfach nur wirren Zuschriften umzugehen, die uns Jahr für Jahr erreicht. Wer also die Feiertage mit einer Portion Hasspoesie garnieren möchte, ist hier an der richtigen Adresse.

Zuvor möchten wir allerdings unsere Warnung aus dem Vorjahr wiederholen:

Der Inhalt des Videos ist nicht für Kinder geeignet, da wüste Beschimpfungen, beleidigende Sprache und unwahre Tatsachenbehauptungen darin vorkommen. Außerdem ist dieser Zusammenschnitt in keiner Weise eine Wiedergabe von typischen Kommentaren. Wer sich danach also bemüßigt fühlt, hier auch mal ordentlich Dampf abzulassen: Nein. Denn wir löschen solche Kommentare, daher sind die hier verlesenen mit sehr wenigen Ausnahmen auch gar nicht erschienen.

Zuhören und genießen

Jetzt wünschen wir aber wirklich frohes Anschauen:

In diesem Fenster soll ein YouTube-Video wiedergegeben werden. Hierbei fließen personenbezogene Daten von Dir an YouTube. Wir verhindern mit dem WordPress-Plugin „Embed Privacy“ einen Datenabfluss an YouTube solange, bis ein aktiver Klick auf diesen Hinweis erfolgt. Technisch gesehen wird das Video von YouTube erst nach dem Klick eingebunden. YouTube betrachtet Deinen Klick als Einwilligung, dass das Unternehmen auf dem von Dir verwendeten Endgerät Cookies setzt und andere Tracking-Technologien anwendet, die auch einer Analyse des Nutzungsverhaltens zu Marktforschungs- und Marketing-Zwecken dienen.

Zur Datenschutzerklärung von YouTube/Google

Kommentarkultur als Dauerbaustelle unserer Zeit

Die Kommentarkultur auf unserer Seite ist ein Thema, das uns seit Jahren beschäftigt. Während der offene Raum unter unseren Artikel über viele Jahre in bester Blog-Manier ein Ort war, an dem wir hilfreiche Ergänzungen, spannende Diskussionen, konstruktive Kritik und auch nettes Trolling gefunden haben, verschlechterte sich der Stil in der zweiten Hälfte der 2010er Jahre massiv. Beleidigungen, Vorurteile und Pauschalisierungen, verrohte Sprache, rechtsextreme Kommentare und wirre Pamphlete ohne Bezug zum Artikel nahmen Überhand.

Wir haben deshalb zuletzt 2019 eine große Änderung vorgenommen. Uns ist immer noch wichtig, dass man bei uns ohne Angabe persönlicher Daten und ohne Account kommentieren kann. Aber wir lassen nicht mehr per Default alle Kommentare durch und löschen erst im Nachhinein, was gar nicht geht. Sondern wir moderieren nun vorab, was gegen unsere Kommentarregeln verstößt. Bei manchen Leser:innen ist das Verfahren als „Vorzensur“ bekannt, aber wir sehen uns schon allein aus rechtlichen Gründen dazu verpflichtet.

Statt nach Kommentaren fragen wir nun zudem bewusst nach Ergänzungen. Wir sind offen für interessante, erkenntnisreiche Anmerkungen, für Humor und Geistreiches, für von uns Übersehenes, selbstverständlich auch für technische Hinweise und Kritik oder Rückfragen zu unseren Texten. Aber ein reines Abladen der eigenen Meinung ohne Eingehen auf den Text erscheint uns wenig konstruktiv. Beschimpfungen landen im Papierkorb oder zuweilen eben in der Kommentarlesung.


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