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Unsichere Billigimporte: EU-Kommission überzieht Temu mit einer satten Strafe

28. Mai 2026 um 14:20

Der chinesische Online-Händler Temu schlampt im Umgang mit gefährlichen und illegalen Produkten, hat heute die EU-Kommission festgestellt. Nach X handelt es sich um den zweiten Online-Dienst, der gegen den Digital Services Act verstoßen hat.

Ein Nutzer schaut auf ein Handy, dahinter ein Logo des Online-Händlers Temu.
Temu hat den Digital Services Act verletzt, hat heute die EU-Kommission verkündet. – Alle Rechte vorbehalten: IMAGO / SOPA Images

Billige Schnäppchen haben meist einen Preis, der nicht auf dem Etikett steht. Giftige Schwer­metalle in Ohrringen, unsicheres Kinderspielzeug oder überhitzende Ladegeräte: Verbraucherschutzorganisationen warnen seit Langem wiederholt vor Online-Ramschläden wie der aus China stammenden Handelsplattform Temu.

Nun untermauert die EU-Kommission die Warnungen mit Konsequenzen. In einer eigenen Untersuchung hat die Brüsseler Behörde festgestellt, dass Kund:innen in der EU einem hohen Risiko ausgesetzt sind, auf der Temu-Plattform unwissentlich illegale Produkte zu erwerben. Damit habe Temu gegen den Digital Services Act (DSA) verstoßen, gab die EU-Kommission heute bekannt. Als Folge muss Temu eine Geldbuße in der Höhe von 200 Millionen Euro bezahlen. Zudem muss der Anbieter der Kommission bis Ende August einen Plan vorlegen, wie er die illegalen Praktiken künftig abstellen wird.

Strenge Auflagen für sehr große Anbieter


Temu gilt als sehr großer Online-Dienst nach dem DSA. Für derart eingestufte Anbieter, darunter auch soziale Medien wie Snapchat oder Porno-Dienste wie XVideos, gelten schärfere gesetzliche Bestimmungen als für kleinere Dienste. Sie müssen etwa regelmäßig das Risiko ihrer Angebote bewerten und gegebenenfalls gegensteuern. Kommen sie den Auflagen nicht nach, drohen ihnen empfindliche Geldbußen von bis zu sechs Prozent des weltweiten Jahresumsatzes.

Seit dem Start im Frühjahr 2023 ist das Europa-Geschäft von Temu rasant gewachsen. Bei der Einstufung als sehr großer Online-Dienst vor zwei Jahren konnte der Anbieter monatlich rund 75 Millionen aktive Nutzer:innen in der EU verzeichnen. Im ersten Halbjahr 2025 waren laut eigenen Angaben bereits durchschnittlich knapp 116 Millionen Kund:innen monatlich aktiv. Schätzungen zufolge hat der chinesische Anbieter im Jahr zuvor allein in Deutschland rund 3,4 Milliarden Euro umgesetzt. Auf dem Radar der Kommission dürfte das Unternehmen von Beginn an gewesen sein, die aktuelle Untersuchung hat sie bereits im Herbst 2024 eingeleitet.

Tatsächlich hatte Temu im Jahr 2024 eine Risikobewertung vorgenommen. Dabei habe der Anbieter jedoch keine spezifischen Einzelheiten zu seinem eigenen Marktplatz untersucht, sondern sich auf allgemeine Informationen der Branche verlassen, so die EU-Kommission.

Verdeckte Testkäufe


Bei eigenen verdeckten Streifzügen durch den Online-Laden sei die Kommission etwa über einen „sehr hohen Anteil“ an Ladegeräten gestolpert, die grundlegende Sicherheitstests nicht überstanden hätten. Auch bei Spielzeug bestehe eine hohe Gefahr, dass diese Produkte unter anderem Schwellenwerte für toxische Chemikalien überschreiten und Kinder schädigen würden. Zudem habe Temu nicht ausreichend untersucht, ob seine Empfehlungssysteme womöglich zur Verbreitung illegaler Produkte beitragen würden, moniert die Kommission.

Anders als andere Tech-Konzerne reagierte Temu zunächst zurückhaltend auf die Entscheidung aus Brüssel. Der Anbieter habe während des gesamten Prozesses „konstruktiv mit der Kommission zusammengearbeitet“ und werde dies auch weiterhin tun, teilt ein Unternehmenssprecher auf Anfrage mit. Den Beschluss der EU-Kommission nehme man zur Kenntnis, werde ihn „sorgfältig prüfen und alle verfügbaren Optionen in Betracht ziehen“, so der Sprecher.

In einer später nachgereichten Stellungnahme stellt Temu jedoch klar, mit der Entscheidung der Kommission nicht einverstanden zu sein und die Geldbuße für unangemessen zu halten. „Die Entscheidung bezieht sich auf unsere erste DSA-Bewertung im Jahr 2024 und spiegelt nicht den aktuellen Stand unserer Systeme wider.“ Seitdem habe man „weitere Schritte unternommen, um die Risikobewertung, die Plattform-Governance sowie den Schutz von Nutzer:innen zu stärken“, sagt der Sprecher.

DSA beginnt zu wirken


Temu ist der zweite sehr große Online-Dienst, dem offiziell eine Verletzung des seit 2022 geltenden Digitalgesetzes vorgeworfen wird. Im Winter hat die Kommission das soziale Netzwerk X des US-Milliardärs Elon Musk zu einer Strafe von 120 Millionen Euro verurteilt. X habe gegen DSA-Auflagen zur Transparenz verstoßen, kein funktionales Archiv für Werbeanzeigen geschaffen sowie Forschenden keinen DSA-konformen Datenzugang gewährt, stellte die Kommission fest.

Eine Untersuchung des ebenfalls aus China stammenden Temu-Konkurrenten Shein läuft seit vergangenem Februar. Der auf sogenannte Fast-Fashion spezialisierte Online-Marktplatz steht im Verdacht, massenweise illegale Waren zu verkaufen, darunter genehmigungspflichtige Waffen oder kinderähnliche Sexpuppen. Zudem sei der Dienst womöglich so gestaltet, um Nutzer:innen süchtig zu machen, vermutet die Kommission. Ob sich die Untersuchung ebenfalls über Jahre hinweg ziehen wird, bleibt offen: Die Kommission werde sie „vorrangig behandeln“, teilte sie damals mit.

Neben potenziellen Geldbußen kommt auf Billigimporteure ein strikteres Zollsystem zu. Bislang ließen sich Pakete im Warenwert von unter 150 Euro zollfrei nach Europa verschicken. Zunächst sollen sie ab Juli mit einer Abgabe in Höhe von drei Euro belegt werden. In einem weiteren Schritt sollen schließlich alle in die EU importierten Waren ab dem ersten Euro zollpflichtig sein.


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Konferenz für Menschenrechte: Druck aus China soll zu Absage der RightsCon geführt haben [Update]

04. Mai 2026 um 18:35

Eine der wichtigsten Konferenzen zu digitalen Grund- und Menschenrechten sollte diese Woche in Sambia stattfinden. Doch die Veranstaltung in dem südafrikanischen Land wurde kurzfristig abgesagt. Die Veranstalter:innen erheben schwere Vorwürfe: Demnach ließ China wegen taiwanesischer Gäste die Muskeln spielen.

Werbung für RightsCon in den Farben weiß, gelb, rot und schwarz. Schrift: "RightsCon 26 Zambia May 5-8, 2026"
Die erste RightsCon in Zambia wurde kurzfristig abgesagt – : Access Now / RightsCon

Morgen sollte in Lusaka die RightsCon beginnen, eine der wichtigsten Konferenzen für Grund- und Menschenrechte in der digitalen Welt. Doch kurz vor dem Beginn meldete vorige Woche die Regierung des Gastgeberlandes Sambia Bedenken an und verkündete, die Konferenz müsse verschoben werden. Inzwischen ist sie ganz abgesagt und die Ausrichterin, die Nichtregierungsorganisation Access Now, erhebt schwere Vorwürfe – nicht nur gegen Sambia, sondern auch gegen die Volksrepublik China. Diese habe wegen der Teilnahme taiwanesischer Gäste Druck auf die Regierung Sambias ausgeübt.

Mehr als 2.600 Gäste erwartet


Die Konferenz findet jedes Jahr in einem anderen Land statt. Seit 2024 habe man die erste RightsCon im südlichen Afrika in enger Zusammenarbeit mit der Regierung Sambias vorbereitet, heißt es in einem Statement, das Access Now am Freitag veröffentlicht hat. Mehr als 2.600 Gäste seien in der sambischen Hauptstadt Lusaka erwartet worden, viele von ihnen hätten ihre Reise lange geplant und teilweise bereits angetreten. Weitere 1.100 Teilnehmende im Netz waren angemeldet, zusammen repräsentierten sie mehr 750 Organisationen aus 150 Ländern: Menschenrechts-Aktivist:innen, Vertreter:innen von Regierungen und internationalen Organisationen, Mitarbeitende von Tech-Unternehmen.

Entsprechend groß war der Schock, als Ende April, nur wenige Tage vor dem Beginn der viertägigen Veranstaltung, erste Berichte über eine Verschiebung der Konferenz durch die sambische Regierung die Runde machten. Noch am 26. April hatte das Ministerium für Technologie und Wissenschaft die bevorstehende Veranstaltung begrüßt. „RightsCon 2026 wird Sambia eine strategische Plattform bieten, um sein Engagement für eine sichere, inklusive und auf Rechten basierende digitale Zukunft unter Beweis zu stellen und gleichzeitig wirtschaftliche Chancen für lokale Innovatoren und Unternehmen zu erschließen“, so eine Sprecherin des Ministeriums.

Einen Tag später, so Access Now, sei man vom Ministerium telefonisch informiert worden, dass es ein Problem gebe: „Uns wurde mitgeteilt, dass Diplomaten der Volksrepublik China Druck auf die Regierung Sambias ausübten, weil Vertreter der taiwanesischen Zivilgesellschaft planten, persönlich an der Veranstaltung teilzunehmen“, so Access Now in der englischsprachigen Erklärung. Dies habe man mit Nachdruck zurückgewiesen und unverzüglich taiwanesische Gäste gewarnt. „Wir haben ihnen gesagt, dass wir von einer Anreise abraten würden, bis mehr Klarheit herrscht“, so Nikki Gladstone von Access Now gegenüber WIRED.

Mehrere kritische Beiträge im Programm



Laut Access Now folgten zahlreiche Versuche der Klärung. Am Ende habe die sambische Regierung jedoch klargemacht, dass die Konferenz nur stattfinden dürfe, wenn inhaltliche Konzessionen gemacht würden. Ihnen sei „informell aus mehreren Quellen“ mitgeteilt worden, dass „die RightsCon nur dann fortgesetzt werden könne, wenn wir bestimmte Themen zensieren und gefährdete Gruppen, darunter unsere taiwanesischen Teilnehmer:innen, von der Teilnahme vor Ort und online ausschließen würden“. In Reaktion darauf erfolgte am 30. April schließlich die Absage der Konferenz durch die Veranstalter:innen. „Das war unsere rote Linie“, so Access Now.

Das Programm der RightsCon enthielt mehrere Sessions, die sich kritisch mit Chinas Rolle in der globalen Digitalisierung auseinandersetzten, etwa zum Export digitaler Zensur- und Überwachungswerkzeuge, zur Verbreitung von Desinformation in Regionen wie Afrika oder zu chinesischen Cyber-Attacken. Unter den Speaker:innen waren unter anderem die Chefinnen von Amnesty International Taiwan und des Taiwan Network Information Center, das für die Registrierung von Domainnamen und die Vergabe von IP-Adressen in Taiwan zuständig ist. 2025 fand die RightsCon in Taipeh statt, der Hauptstadt Taiwans.

Die Taiwan-Frage führt immer wieder zu geopolitischen Spannungen, die Volksrepublik China droht regelmäßig mit einer militärischen Eroberung der strategisch wichtigen Insel. Erst kürzlich beschimpfte ein Sprecher der chinesischen Regierung Taiwans Präsidenten Lai Ching-te als „Ratte“. Anlass war eine Reise Lais in das südafrikanische Königreich Eswatini. Medienberichten zufolge sollen drei Staaten im Indischen Ozean auf Druck Pekings Überflugrechte für Lais Maschine zurückgezogen haben, um die Reise zu verhindern.

Kritische Abhängigkeiten



China hat in den vergangenen Jahrzehnten massiv auf dem afrikanischen Kontinent investiert und so Abhängigkeiten geschaffen. Insbesondere im Rahmen des Projekts „Neue Seidenstraße“ haben chinesische Kredite und Konzerne den Ausbau der analogen und digitalen Infrastruktur in vielen afrikanischen Ländern ermöglicht. Auch zwischen Sambia und China sind die Verbindungen eng. WIRED zufolge hat die Zambia Development Agency wenige Tage vor der Konferenz, am 23. April einen Vertrag über 1,5 Milliarden US-Dollar mit einem staatlichen chinesischen Bauunternehmen verkündet, um die Stromkapazitäten des Landes auszubauen. Auch das Internationale Konferenz-Zentrum in Lusaka, in dem die RightsCon stattfinden sollte, wurde 2022 mit Hilfe eines Zuschusses der chinesischen Regierung in Höhe von 30 Millionen US-Dollar umfassend erweitert.

Dass China seine Macht gegen die globale Digital-Rights-Community derart offen ausspielt und Abhängigkeiten ausnutzt, ist jedoch ungewöhnlich. Die Volksrepublik positioniert sich seit vielen Jahren im Globalen Süden als systemische Alternative zur US-Dominanz, auch im Bereich der Internet Governance. In einem 2022 Weißbuch spricht China gar von einer „Schicksalsgemeinschaft im Cyberspace“.

„Ich denke, dieser Fall zeigt deutlich, dass China nicht nur eines der stärksten Systeme zu Online-Zensur und ‑Überwachung aufgebaut hat, sondern derzeit auch neue Methoden der Offline-Zensur außerhalb der eigenen Grenzen testet“, kommentiert Alena Epifanova von der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik den Fall. „Das könnte künftig mehrere Länder betreffen, die enge wirtschaftliche Beziehungen zu China haben oder von chinesischen Investitionen abhängig sind“, so die Vermutung der Analysten des von der Bundesregierung finanzierten Thinktanks. „Wenn es um Taiwan geht, zieht das Land alle Register – unabhängig von Partnerschaftsnarrativen –, um Taipeh zu isolieren.“

Wir haben die Botschaft der Volksrepublik China und die Botschaft Sambias am Montag kurzfristig für ein Pressestatement zu den Vorwürfen angefragt und bis zur Veröffentlichung keine Antwort erhalten. Wir reichen diese nach, sofern wir eine Antwort erhalten.


Update 1, 05.05.2026, 12:45 Uhr:
Mehrere Europäische Organisationen wie die European Partnership for Democracy (EPD), European Digital Rights, Digitale Gesellschaft und Zašto haben einen offenen Brief zur Absage der Konferenz veröffentlicht. Darin kritisieren sie die Entscheidung der sambischen Regierung und fordern unter anderem Konsequenzen der EU und ihrer Mitgliedsländer. Ein automatisiert übersetzter Auszug aus dem englischsprachigen Brief:


Dieser Schritt geschieht nicht in einem Vakuum. Die Zivilgesellschaft steht weltweit bereits unter erheblichem Druck und sieht sich mit drastischen Mittelkürzungen sowie Gesetzen konfrontiert, die darauf abzielen, den zivilgesellschaftlichen Handlungsspielraum einzuschränken. Die Absage der RightsCon reiht sich ein in ein besorgniserregendes globales Muster der Unterdrückung, das genau jene Organisationen und Personen ins Visier nimmt, die sich für die Verteidigung der Grundrechte einsetzen.

Der Zeitpunkt macht dies besonders deutlich. Der Tag der Pressefreiheit der UNESCO findet diese Woche in Lusaka statt – ein Ereignis, das offene Gesellschaften feiern sollte und nicht von der Unterdrückung zivilgesellschaftlicher Versammlungen durch die Regierung des Gastgeberlandes überschattet werden darf.

EPD unterstützt den Aufruf unserer Partner an die Europäische Union und ihre Mitgliedstaaten, Sambia klar zu machen, dass diese Entscheidung zutiefst alarmierend ist und die Gefahr birgt, einen Schatten auf die Beziehungen zwischen der EU und Sambia zu werfen. Wir unterstützen auch den Aufruf, die Delegierten, die heute am Weltpressefreiheitstag in Lusaka teilnehmen, dazu aufzufordern, diese Plattform zu nutzen, um ihre Stimme zu erheben. Schließlich unterstützen wir den Aufruf an die sambische Regierung, die Rechte von Aktivisten auf Versammlung, Organisation und freie Meinungsäußerung in ihrem Land oder im Ausland uneingeschränkt zu respektieren.



Update 2, 05.05.2026, 13:30 Uhr: Die Botschaft der Republik Sambia hat auf unsere Presseanfrage geantwortet und uns ein Statement geschickt, das sie bereits am 29. April veröffentlicht hatte. Darin betont die Regierung, dass es sich lediglich um eine Verschiebung der Konferenz handele, und bedauert dadurch entstehende Unannehmlichkeiten. Sie begründet den Schritt wie folgt (maschinell übersetzt aus dem Englischen):

Die Verschiebung wurde notwendig, da umfassende Informationen zu zentralen Themen, die auf dem Gipfel zur Diskussion stehen sollten, offengelegt werden mussten. Diese Offenlegung ist unerlässlich, um eine vollständige Übereinstimmung mit den nationalen Werten, den politischen Prioritäten und den übergeordneten Erwägungen des öffentlichen Interesses Sambias zu gewährleisten.





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Datenschutzbehörde greift ein: DeepSeek fliegt aus den App Stores

27. Juni 2025 um 10:05

Der chinesische KI-Chatbot DeepSeek übermittelt Nutzer*innendaten nach China. Die Berliner Datenschutzbehörde geht jetzt gegen den Anbieter vor. Apple und Google sollen DeepSeek aus ihren Stores entfernen.

Smartphone mit geöffnetem Apple-App-Store auf dem Screen
Raus aus den App-Stores, aber weiter verfügbar: KI-Chatbot DeepSeek – Alle Rechte vorbehalten IMAGO / Rüdiger Wölk

Der KI-Chatbot DeepSeek wird in Deutschland verboten. Die Berliner Datenschutzaufsicht hat die chinesische App als rechtswidrig bewertet, weil sie Daten ihrer Nutzer*innen nach China übermittelt. Damit verstößt sie gegen die Datenschutzregeln der EU (DSGVO). Apple und Google sollen die Anwendung nun aus ihren App-Marktplätzen entfernen. Auf anderen Wegen, etwa über den Browser oder heruntergeladen über die Seite des Unternehmens, ließe sich der Chatbot allerdings weiterhin nutzen.

DeepSeek habe gegenüber ihrer Behörde nicht überzeugend nachweisen können, dass Daten deutscher Nutzer*innen in China auf einem der EU gleichwertigen Niveau geschützt sind, sagt die Berliner Datenschutzbeauftragte Meike Kamp.

In China haben Behörden weitreichende Zugriffsrechte auf personenbezogene Daten, die auf den Servern chinesischer Unternehmen lagern.

Ehemals Chartspitze, jetzt auf Verbotsliste

DeepSeek hatte nach der Vorstellung Anfang des Jahres für Furore gesorgt, weil die Leistungen des Modells hinter dem Chatbot an die von Marktführern wie ChatGPT von OpenAI heranreichten – für viele Beobachter*innen kam das überraschend. Zugleich soll das Training des Modells vergleichsweise günstig und mit weniger Rechenleistung stattgefunden haben, berichtete etwa die New York Times. Das brachte die Börsen durcheinander.

Die App gehört zu den beliebtesten KI-Anwendungen weltweit. Auch in Deutschland trendete sie zwischenzeitlich weit oben in den Download-Charts von Apple und Google. Nutzer*innen können mit der kostenlosen App chatten, Bilder hochladen oder sie für die Suche im Netz einsetzen.

Behörden warnten vor der App

Bedenken zum Umgang mit Nutzer*innendaten gab es von Anfang an. Denn alle gesammelten Daten – von Texteingaben und hochgeladenen Dateien bis zu den Informationen zum Standort und dem benutzten Gerät – übermittelt das Unternehmen nach China.

„Auch Tastatureingaben innerhalb der App können womöglich mitgelesen werden, bevor sie abgeschickt werden“, warnte das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Außerdem werde die Art der Tastatureingaben gespeichert, heißt es. Anhand der Art, wie Menschen tippen, lassen sich Nutzer*innen wiedererkennen.

Auch die Aufsichtsbehörden für Datenschutz hatten DeepSeek im Blick. Mehrere Landesbehörden gingen parallel gegen das Unternehmen vor. Die Gründe: Weitergabe der Daten und andere mutmaßliche Verstöße gegen die DSGVO. Das Unternehmen hatte etwa keinen gesetzlichen Vertreter in der EU benannt. In Abstimmung mit anderen Aufsichtsbehörden ist es jetzt die Behörde aus Berlin, die Maßnahmen ergreift.

Erst Aufforderung, dann Verbot

Die Behörde hatte nach eigenen Angaben DeepSeek Anfang Mai zunächst aufgefordert, die Übermittlung der Daten nach China einzustellen – oder die App eigenständig aus den Stores zu entfernen. Nachdem das Unternehmen nicht reagierte, folgte demnach heute die Meldung an Apple und Google. Dabei machte die Behörde von einer Regelung im Gesetz über digitale Dienste (Digital Services Act, DSA) Gebrauch, die Betreiber*innen von Plattformen dazu verpflichtet, Meldewege für illegale Inhalte zur Verfügung zu stellen.

Apple und Google müssen die Meldung laut DSA nun prüfen und über die Umsetzung entscheiden. Sie gelten in der EU als „sehr große Online-Plattformen“ und unterliegen damit besonders strikten Auflagen. So müssen sie ihnen gemeldete rechtswidrige Inhalte zügig entfernen, sonst drohen ihnen selbst Strafen in der EU.

Die Behörde hätte gegen DeepSeek auch ein Bußgeld verhängen können. Das lasse sich gegen Unternehmen aus Drittstaaten allerdings nicht vollstrecken, sagt Datenschutzbeauftragte Meike Kamp. Auch gegen die Webseite des Unternehmens könne die Behörde nicht vorgehen, weil der Host-Anbieter nicht bekannt sei.

In Italien ist DeepSeek bereits aus den App Stores verschwunden, nachdem die italienische Datenschutzaufsicht GPDP die App ins Visier genommen hatte. Australien hat die Nutzung der App auf Geräten der Regierung untersagt. In Südkorea wiederum ist die App nach einer zeitweisen Sperre wieder verfügbar, nachdem die Betreiber nachgebessert hatten.

Auch andere chinesische Apps haben Nutzer*innendaten an Server in China übermittelt, darunter die erfolgreichste: TikTok. Das Unternehmen hat jedoch im Gegensatz zu DeepSeek einen Sitz in der EU und fällt in die Zuständigkeit der irischen Datenschutzaufsicht, die jüngst gegen TikTok eine Millionenstrafe veranlasst hat.


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Make America TikTok again: Das TikTok-Theater macht Trump noch stärker

20. Januar 2025 um 14:59

Kaum ein US-Thema hat die letzten Tage so dominiert wie das mögliche Ende von TikTok. Klar ist: Trump wird die Auseinandersetzung nutzen, um seine Macht mit der Video-Plattform zu stärken. Ein Kommentar.

Donald Trump verschwommen, TikTok Logo
Der Gewinner beim Hick-Hack um TikTok steht schon jetzt fest. – Alle Rechte vorbehalten IMAGO / MAXPPP

Das ganze Wochenende lief die mögliche Sperrung von TikTok die Nachrichten hoch und runter. Die Plattform sperrte sich kurzzeitig selbst, um dann ein paar Stunden später mit Dank an Trump wieder am Start zu sein. Eines ist bei dem ganzen Theater sonnenklar: Am Ende wird Trump als Sieger vom Platz gehen. Zwar war der selbst früher Befürworter dieses Gesetzes, doch jetzt kann er sich als Retter inszenieren.

Vorweg: Es ist aus Perspektive von Meinungs- und Internetfreiheit hoch fragwürdig, wenn Länder per Gesetz Plattformen zwingen wollen, sich ökonomisch unter ihren Scheffel zu stellen. Der Aufschrei wäre groß, würde etwa Deutschland die US-Plattform Facebook zu einem Verkauf an deutsche Firmen zwingen – um den Datenschutz besser durchzusetzen. Deswegen öffnet allein das Gesetz Tür und Tor zu einem zersplitterten Internet, das weniger frei ist. Ein Internet, in dem Länder nach Gutsherrenart ihnen politisch nicht genehme Apps oder Konkurrenten heimischer Produkte angreifen können.

Allerdings ist diese Diskussion jetzt durch. Die Demokraten sind sehenden Auges in dieses Szenario hereingelaufen, dass die Frist für TikTok genau zur Amtsübergabe ausläuft. Anstatt frühzeitig nach Lösungen zu suchen, übergibt man die heiße Kartoffel an Trump, damit der daraus politisches Kapital schlägt. Was für ein Fail!

Make America TikTok again!

Mit 170 Millionen Nutzer:innen hat statistisch die Hälfte aller Menschen in den USA einen Account auf der chinesischen Plattform. Und die verbringen dort täglich alle im Schnitt 57 Minuten. Wenn man das abschaltet, ändert sich der Tagesablauf von Millionen Menschen. Die Sache hat also einen heftigen Impact – und das weiß natürlich TikTok, wenn sie eben mal den Service ausschalten. Das war mehr Machtdemonstration als Einknicken vor der US-Justiz.

Und das weiß natürlich auch Trump, der sich in der ganzen Sache schon jetzt als der große Retter inszeniert und dem dafür nicht nur der TikTok-CEO symbolisch die Füße küsst. Auch viele Influencer:innen auf der Plattform werden es Trump danken, wenn er ihr Geschäftsmodell und die Monetarisierung rettet.

Das geht laut Trump nur, wenn sich ByteDance, die Firma hinter der Plattform, für eine 50-prozentige Beteiligung eines US-Unternehmens öffnet. Für Trump ist das ideal: Schon heute liegen ihm die Tech-Unternehmer von Elon Musk über Mark Zuckerberg bis Jeff Bezos zu Füßen, weil der neue Präsident ihre oligarchische Macht in Beton gießt.

Nachdem schon Twitter alias X zum Werkzeug nicht nur Trumps, sondern der rechtsradikalen Bewegung weltweit geworden ist, würde das Videoportal TikTok in der Hand untertäniger Tech-Unternehmer das Propaganda-Portfolio komplettieren. TikTok ist wie kaum eine andere Plattform auf Informationskontrolle ausgerichtet – nicht umsonst läuft dieses Medienmodell auch im autoritären China so gut.

Hier mehr Einfluss zu haben und quasi mit einem ergebenen US-Unternehmen an den algorithmischen Reglern einer Plattform zu stehen, die eine Stunde pro Tag in die Köpfe der Menschen sendet, ist das perfekte Werkzeug, um Trumps Macht sozialmedial weiter abzusichern.


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Citizen News: Weiteres regierungskritisches Online-Medium in Hongkong schließt

03. Januar 2022 um 17:55
Menschen mit einen gelben Regenschirm und Protestplakaten auf einer Straße in Hongkong.
Aktivist:innen demonstrieren im Juli 2020 auf den Straßen von Hongkong gegen das Sicherheitsgesetz. – Alle Rechte vorbehalten IMAGO / ZUMA Wire

Das regierungskritische Online-Medium Citizen News hat am Sonntagabend (Ortszeit) seine Auflösung bekannt gegeben. Ab dem 4. Januar werde der Betrieb vollständig eingestellt, hieß es. Die Redaktion des prodemokratischen Mediums, das sich 2017 gegründet hatte, erklärte den Schritt damit, dass die Sicherheit der 40 Mitarbeitenden nicht mehr gewährleistet werden könne. In einer Erklärung auf Twitter hieß es: „Leider können wir unsere Überzeugungen nicht mehr angstfrei in die Tat umsetzen, weil sich die Gesellschaft in den letzten zwei Jahren stark verändert und sich das Umfeld für Medien zunehmend verschlechtert hat“.

Citizen News war 2017 von einer Gruppe erfahrener Journalist:innen ins Leben gerufen worden und finanziert sich hauptsächlich durch Spenden und Leser:innenabonnements. Mit mehr als 800.000 Followern in Online-Netzwerken zählt Citizen News zu den beliebtesten Nachrichtenangeboten Hongkongs. Das Medium bezeichnet sich selbst als unabhängig, überparteilich und als Förderer von Freiheit, Offenheit, Vielfalt und Inklusion. Citizen News hatte auch Journalist:innen von anderen Medien aufgenommen, die aufgelöst oder unter staatliche Kontrolle gestellt worden waren. Zuletzt waren Berichten von Hong Kong Free Press zufolge zehn ehemalige Journalist:innen vom Fernsehsender iCable News zu Citizen News gewechselt.

Mit der Auflösung von Citizen News verliert Hongkong ein weiteres unabhängiges Medium. Vor nicht einmal einer Woche, am 29. Dezember, hatten Hongkonger Behörden mit mehr als 200 Polizist:innen die Büros des Online-Mediums Stand News durchsucht und laut Berichten sechs ehemalige und aktuelle Mitarbeitende festgenommen. Daraufhin hatte das Online-Medium angekündigt, seine Arbeit einzustellen. Noch am selben Tag ging die Webseite des Medienunternehmens offline. Das Schicksal von Stand News habe letztlich den Ausschlag dafür gegeben, dass auch Citizen News ihre Arbeit einstellen, so der Chefredakteur und ehemalige Präsident der Hongkonger Journalistenvereinigung Chris Yeung.

„Totale Unterdrückung der Pressefreiheit“

Gegenüber Hong Kong Free Press erklärte der Leiter des Ostasienbüros von Reporter ohne Grenzen, Cédric Alviani, dass die Pressefreiheit in Hongkong einmal mehr unter Beschuss stehe: „Nach Apple Daily und Stand News ist Citizen News das dritte unabhängige Medienunternehmen, das der Einschüchterungs- und Polizeischikanen-Kampagne von Hongkongs Chief Executive Carrie Lam zum Opfer gefallen ist, deren Ziel die totale Unterdrückung der Pressefreiheit in dem Gebiet zu sein scheint.“

Bereits Mitte 2021 hatte die Redaktion des prodemokratischen Mediums Apple Daily ihre Arbeit einstellen müssen. Behörden hatten der größten vielgelesenen Oppositionszeitung in Hongkong vorgeworfen, gegen das sogenannte Sicherheitsgesetz verstoßen zu haben, und daraufhin die Konten des Mediums eingefroren und Angestellte festgenommen. Der Gründer von Apple Daily und Demokratieaktivist Jimmy Lai wurde mittlerweile zu einer Haftstrafe von dreizehn Monaten verurteilt und sitzt im Gefängnis.

Die kommunistische Führung in Peking hatte vor knapp eineinhalb Jahren das umstrittene Sicherheitsgesetz erlassen. Auslöser waren die anhaltenden Proteste für mehr Demokratie in Hongkong gewesen. Das Gesetz erlaubt es, Personen, die die chinesische Führung als „Terroristen, Subversive, Separatisten sowie Verschwörer mit ausländischen Mächten“ betrachtet, zu verhaften. Die vage Formulierung im Gesetzestext hat es für die Behörden erleichtert, gegen regierungskritische Aktivist:innen und Oppositionelle vorzugehen.

Mehr als 100 Aktivist:innen sind seitdem festgenommen worden. Viel sind aus Angst vor Verfolgung ins Ausland geflohen. Eine im November letzten Jahres veröffentlichte Umfrage unter Journalist:innen in Hongkong zeigt, dass fast die Hälfte der rund einhundert Befragten erwägt, die Stadt aufgrund der sich zunehmend verschlechternden Arbeitsbedingungen zu verlassen. 56 Prozent gaben an, sensible Themen in ihrer Berichterstattung zu vermeiden und in einem bestimmten Maß Selbstzensur zu betreiben. Peking wertete die Umfrage als „Einmischung“.

Nach der Schließung von Apple Daily hatten sich zahlreiche ausländische Pressevereinigungen wie auch die Journalist:innenvereinigung von Hongkong besorgt über den Zustand der Pressefreiheit in der Stadt geäußert. Die ehemalige britische Kolonie, die einst als Flaggschiff für Pressefreiheit galt, ist laut dem Weltpressefreiheitsindex der Nichtregierungsorganisation Reporter ohne Grenzen von Platz 18 im Jahr 2002 auf Platz 80 im Jahr 2021 zurückgefallen. Die Volksrepublik China hat sich in diesem Ranking von Platz 177 auf Platz 180 verschlechtert.


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Automatisierte Anklage: China entwickelt „Staatsanwalt mit Künstlicher Intelligenz“

30. Dezember 2021 um 14:19
Shanghai Polizei
Ermittlungsbehörden könnten in China bald weitere digitale Unterstützung erhalten. (Symbolbild) – Alle Rechte vorbehalten IMAGO / ZUMA Press

Chinesische Wissenschaftler:innen haben einen „Staatsanwalt mit Künstlicher Intelligenz“ entwickelt, berichtet die South China Morning Post. Die Software könne mit 97-prozentiger Zuverlässigkeit Anklage erheben und sei auf die Erkennung der acht gängigsten Straftaten in Shanghai spezialisiert.

Schon heute setzen chinesische Strafverfolger auf automatisierte Unterstützung, besonders verbreitet ist seit dem Jahr 2019 das sogenannte „System 206“. Dieses transkribiert unter anderem Vernehmungsprotokolle, digitalisiert Akten und soll widersprüchliche Beweise identifizieren. Selbstständige Entscheidungen trifft es allerdings bislang nicht.

Umfangreiches Trainingsmaterial

Das nun vorgestellte System wurde in Shanghai entwickelt und getestet, der größten Staatsanwaltschaft in China. Als Trainingsmaterial dienten mehr als 17.000 Fälle aus den Jahren 2015 bis 2020. Aus den von Menschen erstellen Akten könne das System anhand von 1.000 „Eigenschaften“ Verdächtigte bewerten, so die Zeitung.

Zu den gängigen Straftaten sollen Kreditkartenbetrug und Diebstahl, aber auch Widerstand gegen die Staatsgewalt und Störung der öffentlichen Ordnung zählen. Letzteres werde oft eingesetzt, um abweichende Meinungen zu ersticken, schreibt die Post. Ein Upgrade des Systems sei bereits in Vorbereitung. Dieses könne weitere Straftaten erkennen und mehrere Anklagen gegen einen einzelnen Verdächtigten erheben.

Ganz ohne Kritik dürfte eine Einführung des Systems jedoch nicht ablaufen. „Die Zuverlässigkeit von 97 Prozent klingt vielleicht hoch, von einer technologischen Warte aus gesehen, aber es wird immer das Risiko von Fehlern geben“, zitiert die Post einen ungenannten menschlichen Staatsanwalt aus Guangzhou. „Wer übernimmt dann in solchen Fällen die Verantwortung? Der Staatsanwalt, die Maschine oder die Entwickler des Algorithmus?“ Zudem könne das System nur auf vorhergegangene Fälle aufbauen und dementsprechend neue soziale Entwicklungen nicht berücksichtigen.

Globaler Wettlauf um Künstliche intelligenz

China hatte 2017 einen ambitionierten Entwicklungsplan rund um Künstliche Intelligenz vorgestellt, bis 2030 will das Land zum internationalen Spitzenreiter beim Einsatz der Technik werden. Seitdem geht es rasant voran: Bereits 2020 wurden in China die weltweit meisten wissenschaftlichen Arbeiten und Patente zu Künstlicher Intelligenz eingereicht, schreibt der Wissenschaftliche Dienst des Europäischen Parlaments.

Im Unterschied zu Europa müsse sich China hierbei keine großen Sorgen um Datenschutz und Privatsphäre machen, zudem helfe der riesige heimische Markt bei der Entwicklung. So ist Videoüberwachung mit Gesichtserkennung inzwischen Alltag geworden, seine Überwachungstechnik exportiert das Land zunehmend ins Ausland.

Als Labor für neuartige Repressionstechniken gilt die mehrheitlich muslimische Provinz Xinjiang. Dort verfolgt der chinesische Apparat die Volksgruppe der Uiguren unter anderem mit Videoüberwachung und künstlicher Intelligenz für Racial Profiling, auch Lügendetektoren mit Gefühlserkennung sind im Einsatz. Rund eine Million Uiguren sollen in sogenannten Umerziehungslagern sitzen, wo massive Menschenrechtsverletzungen und Zwangsarbeit an der Tagesordnung sind.

Kritik aus dem Ausland verbittet sich China: Nachdem sich die neue deutsche Außenministerin Annalena Baerbock für einen härteren Kurs gegenüber autoritär regierten Staaten ausgesprochen hatte, mahnte China, die „chinesisch-deutschen Beziehungen objektiv und ganzheitlich“ zu betrachten. Kürzlich hatte Baerbock angekündigt, angesichts der Menschenrechtslage nicht zu den Olympischen Spielen in China zu reisen.


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